Blogtour WdKdH: Verlag oder Selfpublishing?

Selfpublishing Bücher sind schlecht. Die Autoren haben bestimmt keinen Verlag gefunden. Die Bücher gibt es von Selfpublishern nur als Ebook. Die Autoren verdienen kein Geld damit.

Wahrscheinlich habt ihr eines dieser Vorurteile schonmal im Zusammenhang mit Selfpublishing gehört. Allerdings muss ich euch eine fröhliche Nachricht überbringen: das ist gar nicht immer der Fall.

Was ist Selfpublishing eigentlich? Wie der Name shon sagt handelt es sich um eine „Selbstveröffentlichung“. Die Bücher gehören keinem Verlag an und so gut wie alles läuft über den Autor. Bestimmte Sachen, wie Korrektur lesen werden bestimmt mal outgesourct ABER im Endeeffekt steht kein Verlag der sich um alles kümmert bereit.

Vorneweg möchte ich sagen, dass ich sowohl Selfpublishing als auch das Verlagswesen gut finde und es mir ehrlich gesagt wurscht ist, wie das Buch veröffentlicht worden ist, solange der Inhalt mich überzeugt. Wenn ich jetzt beispielsweise sage, dass Selfpublishing viel Arbeit ist, heißt das nicht das Autoren mit einem Verlagsvertrag auf der faulen Haut liegen dürfen.

Vorurteil Nummer 1: Selfpublishing Bücher sind schlecht!

Bis jetzt habe ich Bücher von drei Selfpublishern gelesen. J.S. Wonda hat ihren eigenen Online Shop rund um ihre Dark Romance Bücher. Sarah Saxx hat ihre Website mit Links zu verschiedenen Portalen, wo man ihre Bücher kaufen kann und C.S. Bieber hat gerade ihr erstes Buch selbst veröffentlicht.

Alle diese Bücher waren in meinen Augen 4,5-5 Sterne Bücher. Natürlich gibt es immer mal wieder schlechte Bücher aber die werdet ihr nicht nur im Selfpublishing finden sondern überall.

Vorurteil Nummer 2: Die Autoren haben keinen Verlag gefunden!

Natürlich kann dieser Fall auftreten aber es gibt auch Ausnahmen. Wenn ich über Selfpublishing nachdenke kommt mir als erstes „Entscheidungsfreiheit“ in den Sinn. Ich glaube, dass man wenn man selbst veröffentlicht viel mehr Mitspracherecht hat, als wenn man dies in einem Verlag tut. Manche Autoren haben aber evtl. auch einfach Angst ihr Manuskript einzureichen und gehen deswegen lieber direkt diesen Weg.

Vorurteil Nummer 3: Die Bücher gibt es nur als Ebook über Amazon!

Das stimmt nicht. Das neue Buch von C.S. Bieber bspw. könnt ihr auch als Print erwerben über BoD oder auch Thalia. Diese Bücher werden auf Bestellerwunsch gedruckt aber es ist möglich ein Exemplar zu kriegen. Sarah Saxx macht dies genauso und beschränkt sich nicht nur auch Taschenbücher. J.S. Wonda lässt ihre Bücher in einer Druckerei drucken und versendet sie dann selbst über ihren Online Shop. Ein Ebook über Amazon zu vermarkten ist der einfachste der Wege aber diesen Vorurteil stimmt nicht, da wir ja gesehen haben, das es Ausnahmefälle gibt.

Vorurteil Nummer 4: Die Autoren verdienen kein Geld damit!

Traurig aber wahr: Verlagsautoren verdienen auch nicht sonderlich viel Geld mit ihren Büchern. Ein Teil des Buchpreises geht für Druck, Gestaltung, Korrektur und Marketing drauf und der eigentliche Autor kriegt noch so um die 1-5 € je nachdem wie gut das Honorar ist. Natürlich ist Selfpublishing mit Kosten verbunden aber das ist der Verlagautor auch.

Fazit

Ob ein Buch jetzt im Verlag erscheint oder ein Selfpublishing Titel ist, sagt weder etwas über die Qualität des Buches, die Rechtschreibung, die Lebensumstände des Autor oder das Format des Buches aus.

Was sind eure Erfahrungen mit Selfpublishing und schreckt es euch ab, ein Buch, welches nicht aus einem Verlag stammt zu lesen?

Bis Montag,

Paula Josina

2 Kommentare zu „Blogtour WdKdH: Verlag oder Selfpublishing?

Gib deinen ab

  1. Hi,

    ich selbst habe noch nicht so viel Erfahrung mit Self-Publishern gehabt, höre aber immer wieder von den Büchern von J. S. Wonda und Sarah Saxx, weshalb ich nicht glaube, dass Selfpublisher schlechtere Bücher schreiben. Ich persönlich bin selbst Hobby-Autorin und überlege schon die ganze Zeit, ob ich später lieber einen Verlag anschreiben will, der meine Bücher veröffentlicht, oder ob ich es einfach selbst mache – wahrscheinlich würde ich aber trotzdem eher den Verlag wählen, damit meine Bücher dadurch bekannter werden (zumindest, wenn es ein etwas größerer Verlag ist).

    LG
    Lara

    P.S.: Ich habe gestern schon den ersten Beitrag zur ABC-Challenge gepostet, vielleicht magst du ja mal vorbeischauen 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Lara,
      danke für deinen ausführlichen Kommentar 😀 Es freut mich sehr, dass du nicht glaubst, dass Bücher von Sps schlechter sind als Verlagsbücher und die Bücher der beiden Autorinnen kann ich dir nur ans Herz legen.
      Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, ob ich mich für einen Verlag oder für das SP entscheiden würde aber ich bin gespannt, für was du dich entscheidest 😀

      Liebe Grüße,
      Paula Josina

      Gefällt 1 Person

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